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Scheißchen Schneeweißchen

Da habe ich mich nun psychisch & physisch darauf vorbereitet, dass ich am 2.8. von tegel mein großes amerikanisches Abenteuer starte, und was machen diese Doofköppe von EF??? Sie verschieben ganz einfach meinen Abflugtermin um genau 3(!!) Wochen... Der Grund? Sie meinten meine Gastfamilie sei abgesprungen... meiner meinung nach, war das im März, denn von einer neuen Familie hab ich noch gar nix gehört... Zugegeben, den brief mit den neuen daten hab ich schon eine ewigkeit, aber ich war bis jetzt einfach zu faul, es der Welt mitzuteilen... Wie soll das bloß in Kentucky werden? ach, ich weiß jetzte ja gar nicht mehr so genau, ob ich immer noch nach Kentucky komme! ich weiß in moment gar nix...

ich fahr am Sonntag erstmal für 1 1/2 wochen nach Idar-Oberstein und ich freu mich riesig!!! dort werde ich hoffentlich auf andere gedanken kommen und nicht ständig an Amerika denken...

das komischste an der ganzen sache ist auch, dass mein RC (für alle die es nicht wissen, das ist der Mensch der für mich in der Region nach einer gastfamilie sucht) Brenda (sie ist für Kentucky, oder zumindest für ost-kentucky zuständig) mir nicht mehr auf meine e-mails antwortet... das ist doof, wenn man keinen "lagebericht" bekommt...

soo, schluss für heute...

 

oh, gott...ich wäre  morgen geflogen!!!

4 Kommentare 1.8.07 09:35, kommentieren

Back in Berlin
oder
der neuste Stand der Dinge

Also, wie die meisten von euch zweifellos mitbekommen haben, war ich die letzten Tage im urlaub bei meiner Tante in Idar- Oberstein... es war mal wieder super toll! Aber, wie sollte es auch anders sein, haben uns die Vorbereitungen für mein Austauschjahr auch dort nicht in Ruhe gelassen... Ef hat uns, nachdem wir angerufen hatten, mitgeteilt, dass sie mich eigentlich bis mitte september vertrösten wollten, d.h. ich sollte von Flugwelle 2 auf Flugwelle 8 verschoben werden... 6 ganze wochen!!!! Das fanden wir nicht so toll und haben den feuer unterm Hintern gemacht, dass sie auch am Wochenende daran gesessen haben, mir eine gastfamilie zu suchen... jedenfalls kam am Freutag ein weiterer Anruf von EF, in dem angefragt wurde, ob ich auch damit einverstanden wäre spontan loszufliegen, also dass sie mich beispielsweise morgen anrufen, um mir mitzuteilen, das ich donnerstag morgen fliege... wir habe zugestimmt und nun kann es jederzeit zu diesem verhängnisvollem Anruf kommen, der mir sagt, wann es losgeht...

hoffe, ihr hattet bis jetzte auch schöne ferien!!

 

Hinterlasst Bitte Kommentare und Gästebucheinträge!! Ich antworte auf solche sachen nämlich... ich hinterlasse dann z.b. auch einen Kommentar...

14.8.07 15:39, kommentieren

Las Vegas, ich komme

Neuer Stand der Dinge!!!

Ich fliege am donnerstag, dem 23.8.2007 nach Las Vegas!!!!

Also natürlich in einen Vorort!

ich schreibe wieder, wenn ich  mehr zeit habe!!!

3 Kommentare 21.8.07 15:42, kommentieren

Der Flug

Ich habe diesen Text geschrieben als ich wartend im Flugzeug gesessen habe, deswegen ist er in der Gegenwart verfasst. 

Ich sitze fest... in Chicago...man mag es nicht glauben, aber der Tag heute war wahrscheinlich der stressigste in meinem leben...bis jetzt zumindest...Warum ich festsitze?? Weil gerade in den Augenblick, als das Flugzeug in Richtung Vegas starten wollte, ein Unwetter eingesetzt hat, dass man eigentlich nur erleben möchte, wenn man mit einer Tasse Tee vorm Kamin sitzt oder im Bett liegt... Ich liebe Gewitter, aber doch bitte nicht genau dann, wenn ich fliegen möchte...

Am besten, ich fange von vorn an... heute morgen hieß es um viertel vier deutscher Zeit (logisch, oder??) aufstehen... eigentlich lief alles ganz gut. Ich war ein bisschen aufgeregt, was sich, glaube ich, nicht wirklich vermeiden lässt, der Weg zum Flughafen war 1a, keine Staus oder sonst irgendwelche Zwischenfälle, und dann noch die Überraschung von Tina und Caren, die extra um halb 3 aufgestanden sind, um uns (Paul und mich) zu verabschieden. Durch Zufall sind wir beide nämlich zusammen nach Frankfurt geflogen. Dort bin ich schnell weiter zu meinem Gate gerannt (C4, für jene, die es interessiert) und bin eingestiegen. Doch bevor es losging, gab es die erste Panne, die dafür verantwortlich war, dass der ganze Tag total stressig wurde. Ein Passagier hat nämlich den Anschluss verpasst, jedoch war sein Koffer bereits in unserem Flieger. Und weil das gefährlich (Sprengstoff) ist, musste der Koffer rausgesucht werden. Das dauerte über eine halbe Stunde. Die halbe Stunde, die mir dann von meinem anderthalb stündigen Aufenthalt in Chicago gefehlt hat. Deswegen habe ich meinen Anschlussflieger nach Las Vegas verpasst und musste umbuchen. Keine schlimme Sache, eigentlich war es gar nicht so schlimm, denn es ging ganz einfach und ich musste nicht lange warten, es gab McDonalds und alles war bequem zu erreichen. Ich bin ganz locker zu meinem neuen Gate gelaufen. Da war das Wetter noch ideal zum Fliegen, blauer Himmel, ein paar Wolken, schönes Wetter halt. Doch das änderte sich schneller als man bis drei zählen kann...erst war es nur ein bisschen regen, aber der Pilot wollte nicht starten, dann kam die Ansage, dass ein Terminal evakuiert wurde und ein Sturm aufgezogen ist... (bei ersterem bin ich mir nicht sicher weil mein englisch noch nicht perfekt und die Ansagequalität mies war. Jedenfalls wurde aus dem bisschen regen ein Sturm, so stark, dass man nicht mehr als 5 Meter aus dem Fenster schauen konnte. Blitze zuckten am Himmel, Donner hab eich nicht gehört...jedenfalls sitze ich seit einer Stunde im Flugzeug und warte...

ich hoffe es geht bald los, damit meine Gastfamilie nicht solange warten muss.

Mal gucken, wie der Tag zu Ende geht...ich melde mich auf alle Fälle wieder...

23.8.07 20:00, kommentieren

Die erste Woche

Die erste Woche ist vergangen. Eine aufregende Woche. Ich habe eine menge erlebt und möchte euch nun davon erzählen. Als erstes, ich bin gut angekommen. Zwar sehr viel später als geplant, aber ich bin angekommen. Da meine Gastfamilie sehr religiös ist, wurde ich gleich am Donnerstag gefragt, ob ich nicht Lust hätte an einer Kirchenveranstaltung teilzunehmen. Wir würden Pizza backen, hieß es. Es wurde, obwohl ich ziemlich geschafft wahr, doch recht lustig. Die Pizza wurde nämlich nicht im Ofen gebacken wie es normalerweise üblich ist, sondern in Töpfen auf einem Grill. Sie war ein bisschen angebrannt, schmeckte aber toll. Nachdem wir dann am Donnerstag nach Hause gekommen sind, gab es Geschenke. Für mich. Ein T-Shirt, eine Schultasche, ein Base Cap, ein Kalender, das was man als normaler Schüler halt so braucht. Ich fand das toll. Ich bedankte mich und ging zu Bett. Nach 27 stunden auf den Beinen.

Am nächsten Tag bin ich, wahrscheinlich wegen der Zeitverschiebung, sehr früh aufgewacht. Es wurde ein lustiger Tag, denn die Band der Schule, auf die mein deutscher und mein amerikanischer Gastbruder gehen, hat ein Grillfest gegeben, bei dem wir natürlich nicht fehlen durften. Meine Gastmutter gehört zum Förderverein der Band und hat deswegen einen Stand aufgebaut, an dem Mitgliedschaften für den Verein und Lose für drei Gewinnspiele, genannt „Rattle“, verkauft wurden. Und weil sie das nicht allein machen konnte, habe ich ihr geholfen. Am Ende habe ich sogar selbst mitgespielt und natürlich nix gewonnen. Aber nun zum Grillen. Wenn ein Amerikaner grillt unterscheidet sich das sehr deutlich von einer deutschen Grillparty. Denn während wir deutschen Bratwurst und Steaks grillen, grillt der Amerikaner Hamburgerbuletten und Hotdogwürstchen. Also reines Fastfood. Schmeckt aber trotzdem extrem lecker! Nach dem Essen hat die Band etwas vorgespielt und dann sind wir nach Hause gefahren. Aber nicht den normalen weg, sondern über den „Strip“. Das ist die Straße an der die ganze Casinos und Hotels stehen. Da wir da waren als es dunkel war, war es atemberaubend. Vorm Bellagio ging die Fontaine und es war einfach nur toll. Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Das ist das Bellagio, mit der Fontaine davor...

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, denn mein kleiner Gastbruder hatte einen Triathlon vor sich. Die gesamte Familie ist super sportlich. Wie auch immer, jedenfalls war es extrem erschreckend, wozu Amerikaner fähig sind. Denn sie „foltern“ mit Vorliebe ihre Kinder! Der Triathlon war nun extra früh anberaumt, damit die Hitze den Kindern nicht ganz so zu schaffen machte (Durchschnittstemperatur in Las Vegas: 35° C), dennoch konnte man schon um elf Uhr nicht mehr rennen. Trotzdem haben sie ihre Kinder dazu gequält weiterzurennen. Und es handelte sich nicht um 10-16 jährige, auch 5-6 jährige waren am Start! Nachdem die Tortur zu Ende war ging es zum nächsten Barbecue. Diesmal von EF, meiner Austauschorganisation ausgerichtet. Es war mehr eine Poolparty und super lustig. Jeder Austauschschüler hat etwas zu essen aus seiner Heimat mitgebacht, und es waren bestimmt 30 Austauschschüler da!!! Ich könnt euch also vorstellen, wie groß das Buffet war. Es wurde ein lustiger Abend.

Der nächste Tag begann mit dem sonntäglichen Kirchenbesuch. Eine ziemlich langeweilige Prozedur. Denn nach der Stunde Gottesdienst, folge eine weitere stunde Bibeldeuten, natürlich streng nach Altersklassen getrennt, dann eine halbe Stunde Versammlung, nach Geschlechtern getrennt und zum Abschluss noch eine halbe Stunde unterricht. Der Gottesdienst ist der langweiligste Part von allen. Selbst der Bischof (von der Gemeinde gewählt) ist eingeschlafen, wie ein großer Teil der gläubigen auch. Meine Gastmutter hat mit meinem kleinen Gastbruder Käsekästchen gespielt. Nur der Gesang hat alle wieder aufgeweckt. Und es wurde viel gesungen. Der Tag endete mit einem üppigen Abendbrot und viel Fernsehen. Denn wenn die Amerikaner etwas können ist es fernsehen.

Montag ging die Schule dann richtig los, d.h. für meine drei Gastbrüder. Ich hatte ja immer noch keinen Schulplatz, was sich erst am Dienstag ändern sollte.

Mittwoch war dann auch mein erster Schultag. Die Schule, auf die ich gehe, unterscheidet sich von einer deutschen Schule (und von einer amerikanischen Schule), wie Tag (Deammerung) und Nacht...haette ich die Schule vorher gekannt, haette ich niemals eingewilligt dorthin zu gehen! es ist...verschieden, auf eine weise, die ich nicht kennenlernen wollte. ich bin auf einer schule, auf die schueler gehen, die die normale highschool nicht schaffen, oder nicht schaffen wollen. die Lehrer und sekretaerinnen und auch die direktorin sind furchtbar nett...ehrlich!!! sie sind super, die schueler auch, aber irgendwie...ich wurde freundlich aufgenommen, habe komplimente fuer meine augen bekommen...es ist okay, aber ich werde bestimmt nach dem halbjahr wechseln. meine klasse besteht aus meiner mir unbekannten anzahl von schuelern, weil in der jeder stunde einer da war, der in der vorhergehenden stunde nicht da war und einer gefehlt hat, der in der vorhergehenden stunde da war. ist das logisch????????? in der letzten stunde, waren wir nur noch zu dritt!!!! die schule, hat nichmal richtig amerikanische Tische!!! Ihr wisst schon, die wo man sich so seitwaerts reinsetzt und der tisch am stuhl befestigt ist. nur einer meiner klassenraeume ist so eingerichtet. das ist der chemieraum. wenn man ihn so nennen moechte. es gibt dort keinen wasser- geschweige denn einen gasanschluss. ausserdem wette ich 30$, dass sich in diesem raum keine chemikalie befindet, ausser das putzmittel im spuelwasser der putzfrauen.

3 Kommentare 31.8.07 20:53, kommentieren

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