Mein Geburtstagswochenende

Beginnen wir mit dem Samstag vor meinem Geburtstag. Wir, ein paar andere Austauschschüler und ich, mittlerweile gute bis sehr gue Freunde, waren in Hotelcasino „Circus, Circus“. Ein riesiges Hotel mit einem noch größeren Casino. Das Casino ist eine Besonderheit, denn es hat einen indoor Freizeitpark, genannt Adventuredome. Und in genau diesem waren wir. Man muss sich einen riesigen Hotelkomplex vorstellen, an dem ein genauso großes, pinkes aus Glas gebautes Zirkuszelt angebaut ist.

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Es war ein etwas teures vergnügen, aber es hat sich definitiv gelohnt. Am Anfang hatte ich schon ein bisschen Respekt vor den Fahrgeschäften, aber nach der ersten Fahrt mit einem Über-Kopf-hängen-und-rückwärts-fahren wollte ich gar nicht mehr aufhören. Wir haben alles mitgemacht. Die Achtehrbahn, die Wasserrutsche, den (oder das) Autoskooter, die Schiffsschaukel und, und, und... nach drei stunden hatten wir alles durch und wir sind ins Casino essen gegangen. Auch teuer und unerwartet schlecht... ich hatte eine Pizza, ziemlich ölig, wenig Belag, zu wenig gewürzt, also nicht so wie man es sich in einem Casino vorstellt. Nach dem Essen haben wir uns das eigentlich Casino angeguckt, also das, wo die erwachsenen spielen. Ein Meer aus Farben, Lichtern und Geräuschen.

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Weil wir sowieso nicht spielen dürfen, sind wir weiter zur nächsten Achterbahn gelaufen, die natürlich auch in einem Casino ist. Das Casino heißt Sahara, wie die wüste, und ist ca. 50 Jahre alt. Natürlich renoviert und so, aber trotzdem eines der ältesten Casinos in Vegas. Die Achterbahn vom Sahara hat es in sich, wurde mir erzählt, denn ich bin noch nicht mitgefahren. Ich habe kurz vorher einfach zu viel gegessen. Wir sind aber ins Kindercasino gegangen. Was ist ein Kindercasino?? Ganz einfach. Man stellt eine menge Spielkonsolen, Flipperautomaten und Glücksräder in einen Raum und lässt die Kinder ihr Geld in Spielgeld wechseln, das sie dann in die „Spielautomaten“ stecken. Zu gewinnen gibt es Tickets. Und wenn man genügend Tickets hat, kann man sie gegen so sinnvolle Preise, wie Spielhandschellen, Flommies oder Süßigkeiten eintauschen.

Nachdem wir das Sahara verlassen haben, sind wir zum angeblich größten Souvenirshop der Welt gelaufen (direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite). Er ist wirklich groß und bietet eine riesige Auswahl an Souvenirs an. Alles was man so sammeln kann war vertreten. Tassen, Teller, Kissen, Hüte, nur keine Lesezeichen... was natürlich naheliegend ist. Wer ließt schon gerne, wenn er den ganzen Tag sinnlos fernsehen kann. Leider habe ich mich schon selber bei dieser Tätigkeit erwischt... Weil ich nicht ganz ohne irgendwelche Sachen, den Laden verlassen wollte, irgendwann muss man ja mal sein Taschengeld auf den Kopf hauen, habe ich mich in Unkosten gestürzt und mir Spielkarten gekauft. Natürlich sind das besondere Karten!! Für $ 1.60 habe ich Spielkarten des Casinos MGM Grand erworben, die in einem Poker-, Black Jack- oder sonst irgend einem anderen Kartenspiel benutzt worden sind.

Abends sind wir typisch amerikanisch Bowlen gegangen. War echt genial. Habe zwar nicht gewonnen, aber auf die Erfahrung kommt es an. Und beim nächsten mal schlage ich sie alle!

Der nächste Tag war mein Geburtstag. Und er fing ziemlich nüchtern an. Denn ich wurde fast vollkommen ignoriert. Nur ein beiläufiges Happy Birthday kam über die Lippen meiner Gastmuter. Wir gingen, da mein Geburtstag auf einen Sonntag fiel, natürlich in die Kirche. Es war wieder mal superlangweilig!! Nach drei Stunden war es denn vorbei und mein Gastvater hat  mir gratuliert (Ach ja, alles gute!!). Das es später eine Feier gibt habe ich dann auch mitbekommen. Und was für eine! Es kamen eine menge Leute. Die halbe Koffordfamilie war anwesend, die Edwards (Familienfreunde aus der Gemeinde, arbeiten auch für EF) und 2 weitere hoststudents. Als erstes gab es Geschenke. Ein T-Shirt, eine CD- Box, ein Spanischwörterbuch und die passende Grammatik, eine DVD und von den anderen Gastschülern eine Spielautomatenspardose. Lustiges Teil. Nachdem ich alle Geschenke ausgepackt hatte, ging das licht aus und alle haben angefangen zu singen. Dann wurde die Torte reingetragen. Ein monströses Teil, bestehend aus viel Schokolade und noch mehr Sahne. Extrem lecker. Nachdem die Torte verputzt war, haben wir angefangen zu spielen. Ei Brettspiel mit Namen Cranium. Es gibt vier Teams und man muss versuchen al erster ins Ziel zu kommen. Um weiterzukommen muss man Aufgaben erledigen, Fragen lösen und, und, und. Es war ziemlich lustig.

Der nächste Tag war Labor day. Ein nationaler amerikanischer Feiertag. Was macht man an einem Feiertag? Noch dazu an einem amerikanischen? Richtig. Man geht zu einer Pool-barbecue-party. Es war soooo toll!! Es gab lecker essen, der Pool war spitze, das Wetter auch, einfach genial!!!! Und ich ab diese typische amerikanische Einstellung kennen gelernt. Die Party war bei Gary’s (Gastvater) Schwester. Und wir haben sie gefragt, ob nicht noch andere Leute mitkommen können. Freunde von uns, die sie noch nie gesehen hat uns sie hat einfach ja gesagt, ganz spontan. Irre! Das einzige worum sie sich sorgen gemach hat, war, ob das essen reicht!!

21.9.07 02:10

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(25.9.07 23:46)
Ein Flommie? ^^

Tolle Sache, da dein Gebursttag vorm Labour Day war, also vorm 3.9. ist es wohl zu spaet dir zu gratulieren, sry ^^"


Der Autor (26.9.07 08:18)
fuer sowas ist es nie zu spaet!! Danke, aber ein name waere nicht schlecht...und flommie habe ich nachgeguckt...


jojo (27.9.07 01:51)
and that's what i love them for...
'can i bring someone?'
'SURE!'


Der Autor (29.9.07 18:23)
yeah...that's great!!

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